Das Ende des Scroll-Zwangs: Warum ich mein iPhone gegen ein Tastentelefon getauscht habe
Hast du dich jemals dabei ertappt, wie du dein Handy entsperrt hast, um nur kurz das Wetter zu prüfen – und 20 Minuten später in einem Video-Feed über japanische Holzarbeiten aufgewacht bist?
Mir ging es ständig so. Mein Smartphone war kein Werkzeug mehr; es war eine digitale Leine. Anfang des Jahres habe ich mich deshalb zu einem radikalen Schritt entschieden: Das iPhone wanderte in die Schublade, meine SIM-Karte in ein minimalistisches Tastentelefon. Ein sogenanntes „Dumbphone“.
Die Stille nach dem Klick
In den ersten Tagen war es seltsam. Keine Push-Benachrichtigungen, keine roten Kreise an App-Icons, kein endloses Scrollen in der Bahn. Ich schaute aus dem Fenster. Ich beobachtete Menschen. Ich war... präsent.
Doch nach der ersten Euphorie kam die Realität. Mir fehlten Kleinigkeiten:
- Wann fährt der nächste Bus?
- Wie hieß noch gleich der Schauspieler aus dem Film gestern?
- Was ist die italienische Übersetzung für „Rechnung bitte“?
Ohne Google in der Hosentasche fühlte ich mich plötzlich abgekoppelt. Die Welt um mich herum war digitaler denn je, und ich stand da mit meinem T9-Tastenfeld und fühlte mich fast ein wenig hilflos.
Die Brücke zwischen Ruhe und Wissen
Ich wollte die Freiheit des Tastentelefons, aber nicht den Preis der Unwissenheit zahlen. Ich wollte kein Smartphone, aber ich wollte kluge Antworten, wenn ich sie brauche.
Genau aus diesem Bedürfnis heraus entstand die Idee für Kairos-SMS.
Heute nutze ich mein minimalistisches Handy ohne Kompromisse. Wenn ich wissen will, wann mein Zug fährt oder wie ich einen Schlangenbiss versorgen muss, schreibe ich eine kurze SMS. Sekunden später habe ich die Antwort – präzise, sachlich, ohne Werbebanner und ohne die Gefahr, danach wieder in ein „Rabbit Hole“ zu fallen.
Was ich gelernt habe
Der Wechsel zum Tastentelefon war nicht der Verzicht auf Technologie. Es war der Verzicht auf Ablenkung.
Mit Kairos-SMS habe ich das Wissen der modernsten KIs immer dabei, aber ich bestimme den Zeitpunkt. Ich schicke eine SMS, bekomme die Info, klappe mein Handy zu und bin wieder zurück in der echten Welt.
Mein Fazit: Du brauchst kein Smartphone, um schlau zu sein. Du brauchst nur den richtigen Draht zum Wissen.